L25N Neon Orange

Gestalter*in

Gerrit Rietveld

Farbe

Preis

1.290,00 €*

 

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Rietveld Tafellampje – Limitierte Edition
Die L25 wurde vom Studio für Gestaltung farblich neuinterpretiert. Entstanden ist eine auf jeweils 5 Exemplare limitierte Erstauflage: Die L25N in Neon-Orange, Neon-Grün und Ultramarin. „Rietveld und seine Zeitgenossen der De Stijl-Bewegung sind seinerzeit sehr mutig und intensiv mit Farben umgegangen“, erzählt Designer Tobias Groß, „diesen Mut wollten wir aufgreifen. Damals wirkten kraftvolle Primärfarben als Statements und betonten Formensprache und Konstruktion. Diesem Gedanken folgen wir.“

Mit der knapp 40 Zentimeter hohen Tischleuchte, die Rietveld 1925 entwarf, verwandelte er Horizontale und Vertikale in ein bestechendes, kleines Objekt, dessen filigrane Konstruktion durch die neuen Farben zu einer Einheit verschmilzt. Aufwendig ist die Lackierung: Rund neunmal muss die Lampe coloriert werden, um ihre Farbkraft zu erreichen. Erst so entsteht der leuchtende Effekt, der sie skulpturaler, weniger technisch und damit zeitgenössischer wirken lässt. Anspruchsvoll war es für Tecta, den Entwurf in die zeitgemäße LED-Technik zu übersetzen. Heute ist das Ergebnis eine Leuchte, die technisch so ausgereift ist, als wäre sie von Beginn an für moderne Leuchtmittel gedacht.

Elektrisch:
220–240V - 50Hz
LED 3,2W
LED Lichtstrom 366lm
An/Aus-Schalter

Schutz:
Schutzklasse II
Schutzart IP20

Die LED in der Leuchte kann vom Hersteller ausgetauscht werden.

Energielabel als PDF downloaden

Maße

Breite: 11.8 cm | Höhe: 38.1 cm | Tiefe: 19 cm |

Designer*in

»Der Macher von Dingen – manchmal von magischen Dingen« (Peter Smithson, 1965). »Sorgsam meine persönliche Beziehung zu Rietveld und Haus Schröder überdenkend war mein erster Gedanke, daß es nicht zuviel Gerede geben sollte; weil das, was ich am meisten an Rietveld bewunderte, seine Ruhe war. Seines erschien mir als das einzige Verhaltensmuster für einen wahren Architekten.« Rietveld berührte nur kleine Dinge, jedes erhielt sein eigenes Leben, die Stadt (normalerweise seine eigene Heimatstadt) bereichernd, für sein eigenes gewöhnliches Wohl. Bloß, daß es manchmal zum Weltereignis wurde, welches jedermann berührte. Niemals der Assessor, der Herr Rat, der Schreiber von einführenden Bemerkungen, der wissende Experte bei Regierungskommissionen. Einfach ein Baumann und Möbelmacher. Einfach ein Baumann und Möbelmacher? Dann sieht man, warum die Welten gebaut sind. Weil es unleugbar ist, daß der rot-blaue Stuhl und das Haus Schröder magische Objekte sind, und das ist es, was mich an Rietveld zuerst anzog. Die Arbeit der Mitglieder der De Stijl-Gruppe ist normalerweise wunderbar, und manche wenige De Stijl-Gegenstände sind magische Dinge. Theo van Doesburgs sind es nie. Mondrians oft, Van der Lecks oft – aber Kinder-Zauber, kein Erwachsenen-Zauber. Es ist hier nicht an mir, zu versuchen und zu erklären, wie der Zauber kam. Ich kann es nicht glauben, daß jemand absichtlich magisch sein kann, aber der Mystizismus der frühen De Stijl-Bewegung – die Theosophie (sogar Le Corbusier zitiert Krishna Murti in der »Ville Radieuse«) – kann nicht absolut nichts damit zu tun haben. Es gibt jedoch keinen Zweifel daran, daß die De Stijl-Bewegung die Lebenskräfte der Architektur und Malerei damals erneuerte; und wir können das jetzt noch spüren, wie man in der Tat den Zauber einer früheren Zeit in Segesta zu spüren vermag – diese Art Zauber hält lange Zeit. Der Zauber ist in den Dingen selbst und er ist nicht vorhanden in ihren Photographien. De Stijl-Gegenstände bedeuteten nach dem ersten Krieg, was Pollock und Eames für meine Generation nach dem zweiten Krieg bedeuteten – sie befähigten das Kunst-Leben, erneut zu beginnen. P.S., März 1965 Und man wird dieselben Dinge über die Eames sagen, die man über Rietveld sagt: »Was ist so groß an dem, was sie gemacht haben? Bloß ein Haus und ein paar Stühle«. A.S., veröffentlicht in Bauen und Wohnen, Juli 1965

Gerrit Thomas Rietveld wurde als Sohn eines Möbelschreiners am 24. Juni 1888 im niederländischen Utrecht geboren. Bereits früh begann sich der elfjährige Rietveld in der väterlichen Werkstatt zu beschäftigen. Ab 1904 absolvierte er am Museum van Kunstnijverheid in Utrecht Kurse für Kunstgewerbe. Zwei Jahre später ließ sich Rietveld von einem Architekten im Bauzeichnen unterrichten. In dieser Zeit entwarf er erste Möbelstücke und realisierte sie auch als Auftragsarbeiten. 1912 nahm Rietveld den Betrieb einer eigenen Werkstatt als Kunsttischler auf. Später wurde er von Gerard van der Groenekan unterstützt, der zahlreiche Möbelstücke von Rietveld baute.

In den Jahren 1917/18 entwarf Rietveld seinen berühmt gewordenen Rot-Blau-Stuhl als Prototyp zunächst ohne Lackierung. Erst nachdem er die Bekanntschaft der De-Stijl-Bewegung gemacht hatte, versah er das Möbelstück, das in seiner Konstruktion als revolutionär galt, mit Farbe. 1919 schloss sich Rietveld als einer der frühesten Mitglieder der De-Stijl-Gruppe an. In der Juliausgabe ihrer gleichnamigen Zeitschrift "De Stijl" wurde Rietvelds Kinderhochstuhl präsentiert. In diesem Medium wurde 1923 auch sein furioser Entwurf des Rot-Blau-Stuhls erstmals publik gemacht. Im gleichen Jahr präsentierte er ihn auf einer Ausstellung der Bauhaus-Gruppe. Das Möbelstück wurde zum Mittelpunkt der Stijl-Bewegung. In dieser Zeit wirkte Rietveld auch an der Architekturausstellung von De Stijl in Paris mit. Die Stijl-Bewegung beeinflusste den Designer und Architekten nicht nur in seinen Möbelentwürfen stark, sondern auch seine Architekturvorhaben orientierten sich an diesem Stilausdruck. In den Jahren 1923/24 plante und realisierte er das Schröder-Haus in Utrecht, das auch den Stilmerkmalen von De Stijl folgte. In dem Eröffnungsmanifest der 1917 gegründeten Zeitschrift "De Stijl" heißt es: "Ziel dieser Zeitschrift ist es, zur Entwicklung eines neuen Schönheitskonzepts beizutragen.

Ihr Bestreben wird es sein, dem modernen Menschen das Neue in der schöpferischen Kunst näher zubringen. Der archaischen Verwirrung, dem modernen Barock, wird sie die vernunftgemäßen Grundsätze eines gereiften Stils entgegenstellen, der auf einer reineren Beziehung zu Geist und Ausdrucksmitteln unserer Zeit gründen wird." In der Zeit um 1927 und 1928 entstanden Möbelexperimente aus Spanplatten und Sichtholz, die auch umgesetzt wurden. Aus dieser Epoche stammt auch Rietvelds Konstruktion einer Garage mit Chauffeurwohnung in Form eines Kubus in Utrecht. Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise konstruierte er Möbel aus dem Material von Kistenlatten.

In den Jahren von 1931 bis 1934 plante Rietveld einige bedeutende Wohnbauten, die sich durch typologische Merkmale auszeichnen, so zum Beispiel das dreistöckige Reihenhaus für die Wiener Werkbundausstellung. 1932 bis 1934 entwarf er den bemerkenswerten Zig-Zag-Stuhl mit 45-Grad-Winkel im Sockelbereich. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre machte sich bei Rietveld eine Stiländerung bemerkbar. Er trat nicht mehr vehement für einen funktionalistischen Purismus ein, sondern mischte gerade und rundliche Formen miteinander. 1942 entstand ein Aluminiumsessel, der sich in Form und Material an den Sitzen von Militärfliegern orientierte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf Rietveld den Niederländischen Pavillon zur Kunstbiennale in Venedig (1954) wie auch den Pavillon im Park Sonsbeek in Arnheim; beide Objekte zählen zu seinen berühmtesten Werken. 1963 entstand der Seltman-Stuhl, der die am weitesten fortgeschrittene Reduktion seiner Entwürfe darstellt. Danach wandte er sich wieder dem Massivholz und geometrischen Formalismus in seiner Ausdruckssprache zu. In der Zeit von 1963 bis 1973 begann Rietveld mit dem Projekt des Rijksmuseums Vincent van Gogh in Amsterdam, das er aber nicht mehr fertig stellen konnte. Die dafür verwendeten Betonzementsteine entwickelten sich kurz danach zum Trendmaterial am Bau. Gerrit Rietveld starb am 25. Juni 1964 in Utrecht.

Gerrit Rietveld

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Unsere Möbel werden größtenteils in Deutschland hergestellt. Das zum Beflechten verwendete Polypropylen-Geflechtmaterial wird exklusiv für Tecta im Sauerland produziert. Während wir das Stahlrohr unserer Stühle in höchster Kragstuhl-Qualität aus dem Rheinland beziehen, werden unsere Hochglanz-Verchromungen nach deutschen Umweltrichtilinien in Bayern anfertigt. Traditionell handgeflochten werden unsere Kragstuhl-Geflechte schließlich in den Tecta-Werkstätten im Weserbergland.

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